Montag, 24 02 2020

 wasserspender

Schüler-Projekt gegen Plastikflaschen

Quelle: https://www.shz.de/25876167 ©2019

Die Schüler-AG „Klimafreundliche Schule“ hat dafür gesorgt, dass im Schulgebäude ein Wasserspender aufgestellt wurde.
von Bernd Schröder (OHA) 04. Oktober 2019, 15:28 Uhr

Plastik erweist sich immer mehr als Umwelt-Plage. Die Schule an den Auewiesen will die Plastikflut eindämmen. Auf Schülerinitiative schaffte die Schule einen Wasserspender an, um Einweg-Plastikflaschen zu vermeiden. „Alle Kinder haben eine Mehrwegflasche mit ihrem Namen und dem Logo der Schule darauf erhalten und können sich nun nach Herzenslust jederzeit Wasser auffüllen“, berichtet Lehrerin Christine Duggen.

Wichtigste Änderung: Vermeidung von Einwegplastikflaschen

In die Wege geleitet haben das Projekt sieben Schüler der AG „Klimafreundliche Schule“: Osman Karabiber, Dilan Cacan, Sophie-Maria Grahl, Mareta Sahakyan, Zarah Hardorp, Torben Neumann und Sophie Welscher. „Was ist euch das Wichtigste, was ihr an unserer Schule ändern wollt, damit wir klimafreundlicher werden?“, fragte Christine Duggen die Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren. „Vermeidung von Einwegplastikflaschen“ war die einstimmige Antwort. Und so wurde die Idee des Wasserspenders geboren. Denn so wird CO2 durch Herstellung und Transport der Flaschen vermieden und zugleich die Umwelt vor Plastikmüll bewahrt.

Doch bis zur Anschaffung des Geräts war es ein weiter Weg. „Kaum zu glauben, aber das Ganze hat tatsächlich fast ein Dreivierteljahr Vorbereitungszeit gekostet, da zunächst alle Gremien durchlaufen werden mussten“, berichtet Christine Duggen. Es seien Preise eingeholt und Sponsoren gesucht worden – Hauptsponsor ist der Schulverein der Schule an den Auewiesen. Zudem war zu entscheiden, welche Flasche nun die Auewiesen-Mehrweg-Flasche werden soll. Und es waren Vorschriften zu Hygiene, Versicherung und baulichen Gegebenheiten zu prüfen.

Wasser statt überzuckerte Limo

Vier der maßgebliche Ideengeber sind mittlerweile nicht mehr an der Schule, aber freuen sich von Weitem über die Umsetzung. Das Projekt soll über den Umweltschutz hinaus auch zur Gesundheit beitragen. Denn das sollte der wichtige Nebeneffekt sein: Kinder davon abzubringen, überzuckerte Limonaden zu trinken, und eine Rückbesinnung auf Wasser als Getränk in die Wege zu leiten.

Weitere Vorhaben

Weitere Projekte an der Schule, die 2018 für die vielen klimafreundlichen Projekte und den Schulsanitätsdienst erneut zur Zukunftsschule Grad 2 ernannt wurde, sollen folgen: das Tauschregal, ein oder mehrere Solarfelder, ein Bäume-Aufforstprojekt und gemeindeübergreifende Müllsammelaktionen.