Donnerstag, 11 08 2022

Jugendliche mit Draht zum Alter

Kleines Weihnachtskonzert im Godenbergschlösschen

Dass kleine Kinder für ihre Omas und Opas Weihnachtslieder singen oder Gedichte aufsagen, das gehört zur deutschen Tradition. Dass aber sieben Jugendliche auf die Idee kommen, für alte Leute in der Weihnachtszeit zu musizieren, ist dagegen schon nicht mehr so selbstverständlich.

Ideengeber waren Leni und Max Kleimann, die in der Musik-AG der Schule an den Auewiesen, Malente, mit Gesang und Keyboard dabei sind. Leni absolvierte im Oktober im Godenbergschlösschen ein Praktikum im Bereich „soziale Betreuung“ und stellte da fest, wie positiv sich Musik auf das Gemüt Demenzkranker auswirkt. Bei ihrem Musiklehrer Rainer Nitsch (der eigentlich seit Februar im Ruhestand ist) kam der Vorschlag gleich gut an, zumal dieser bereits jahrelang im Dezember kleine Konzerte in Altersheimen in Malente veranstaltete. Außerdem brannten alle darauf, endlich mal wieder aufzutreten. Zwar gab es noch keine Weihnachtslieder im Repertoire, aber zumindest gesanglich war das schnell geschafft, da man ja vorwiegend Lieder präsentieren wollte, die die alten Menschen auch kennen. „Natürlich durfte da das obligatorische „Oh Tannenbaum“ nicht fehlen“, so Rainer Nitsch. „Aber es gab auch moderne Lieder, wie „In der Weihnachtsbäckerei“, das die Keyboarder Max Kleimann und Enis Peci einstudiert hatten und zum Besten geben wollten.

Als absolutes Lieblingslied der Sängerinnen kristallisierte sich aber ein englischsprachiges Lied durch: „Lost Boy“ von Ruth B., welches zwar für das Publikum wahrscheinlich unbekannt war, welchem aber mit gleichbleibender Rührung gelauscht wurde.

 

Auftritt im Godenbergsclösschen

Musik-AG bei den Endproben für den Auftritt im Godenbergsclösschen in der letzten Woche.
Von links: Thyra Fernschild, Mariele Machen, Leni Kleimann, Isabel Sophie Runge, Mirja Machen, Max Kleimann, Enis Peci